Poker Bankroll Management: SnG & Cash Game Tipps

Poker Bankroll ManagementDas Poker Bankroll Management (BRM) ist wohl eines der wichtigsten Themen überhaupt, wenn man auf lange Sicht im Poker gewinnbringend spielen möchte. Dabei gibt es natürlich auch Unterschiede, bei der Verwendung des Management-Systems. Bankroll Management SnG ist somit anders zu handhaben, als Bankroll Management Cash Game. Was es genau zu beachten gilt, könnt ihr in diesem Artikel im Kurz-Überblick erfahren.

  • Cash Game und Turniere unterschieden sich im BRM
  • Poker Bankroll Management Tool kann hilfreich sein
  • Gewinnbringendes Spielen nur mit BRM möglich
  • Die meisten Spieler verlieren wegen Missachtung des Konzepts

Poker Bankroll Management im Kurz-Überblick

Beim Bankroll Management handelt es sich um ein Konzept, mit dem das eigene Geld, welches einem für das Pokern zur Verfügung steht, verwaltet wird. Eine konkrete Antwort darauf, wie viel Geld man für ein entsprechendes Level haben sollte, bietet zwar auch dieses nicht, doch durch mehrere Anhaltspunkte und Empfehlungen lässt sich ein grundsolides System aufstellen. Am Anfang sollte man sich jedoch selbst erst einmal unter die Lupe nehmen.

Man muss seine eigenen Stärken herausfinden und schauen, welche Variante die Beste für einen ist – Texas Holdem NL, FL, PL, Omaha, Razz oder doch eher Stud. Hat man dies geschafft, sollte man auf einem unteren Level beginnen. Im No-Limit-Cash-Game wäre dies beispielsweise NL2, NL5 oder maximal NL10. Im Bereich der SnGs sollte man maximal Turniere mit 2 bis 5 US-Dollar Buy In spielen.

Sinn des BRM ist es nun, auf lange Sicht einen Gewinn zu ermöglichen. Deshalb setzt man sich immer nur mit einem bestimmten Prozentsatz seines gesamten Geldes an den Tisch. Verliert man nun ein paar Buy Ins oder Stacks, ist dies ohne Probleme zu verkraften. Wirklich wichtig ist es nämlich, die Mehrheit der Spiele zu gewinnen, nicht jedes einzelne.

Bankroll Management Cash Game

Für alle Cash Game Spieler hat sich ein Schema eingestuft, welches 300 Big Bets (Big Blinds) für Limit-Spiele und 25 Stacks für No-Limit-Spiele empfiehlt. Ist man eher aggressiver im Spiel veranlagt, sollte die Summe noch einmal etwas erhöht werden, um die Varianz abzufedern, denn nicht immer treffen die mathematischen Wahrscheinlichkeiten so sein, wie sie es sollten – zumindest nicht auf kurze Sicht.

No Limit:

  • NL2 ($0.01/$0.02) – Bankroll von 50 Dollar
  • NL5 ($0.02/$0.05) – Bankroll von 125 Dollar
  • NL50 ($0.25/$0.50) – Bankroll von 1250 Dollar

Limit:

  • FL50 ($0.25/$0.50) – Bankroll von 150 Dollar
  • FL100 ($0.50/$1) – Bankroll von 300 Dollar
  • FL400 ($2/$4) – Bankroll von 1200 Dollar

Spielt man statt normalen Cash Game lieber Heads Up Cash Game, gilt es noch einige Extras zu beachten, da diese Art des Spiels noch deutlich stärker von der Varianz abhängt. Hier empfehlen sich statt 300 Big Bets und 25 Buy Ins eher 1000 Big Bets und mindestens 50 Buy Ins.

Bankroll Management SnG

Das Spielen von Turnieren bzw. SnGs bringt ein paar Besonderheiten mit sich, denn statt um das exakte Geld auf dem Spielkonto zu spielen, geht es hier jedes Mal nur um einen festgesetzten Buy In, der unterschiedlich viel Geld einbringen könnte. Um auch hier auf lange Sicht gewinnbringend spielen zu können, sollte man 50 bis 75 Buy Ins parat haben.

  • $3.00 + 0.30 – Bankroll von 165 bis 247,50 Dollar
  • $5.00 + 0.50 – Bankroll von 275 Dollar bis 412,50 Dollar

Ist man an der unteren Grenze eines neuen Levels angelangt, kann man einige Shots spielen, sprich die Turniere in den Buy Ins mischen. Ist man an den unteren Grenzen angelangt, empfiehlt sich das sofortige Absteigen im Level.

Fazit

Bankroll Management ist verdammt wichtig, will man nicht sehr schnell sehr viel Geld verlieren. Mit einem Poker Bankroll Management Tool, wie man sie im Internet findet, kann man zudem ein paar Rechnungen anstellen, um gewisse Aspekte mit einzubeziehen, wie den eigenen Stil oder verschiedene Varianten von Poker. Ein gutes BRM unterscheidet einen schlechten von einem sehr guten Spieler. Es fördert das Wachstum und senkt das Risiko des Totalverlusts.

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